TeleTrusT engagiert sich

TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. ist Mitglied des European Telecommunications Standards Institute.

Inhalte und Ziele

Grundkonzept der Arbeit unserer Arbeitsgruppe ist der Erfahrungsaustausch über biometrische Verfahren und daraus resultierend die Förderung ihres vertrauenswürdigen Einsatzes. Biometrie kann – je nach Einsatzgebiet – in erster Linie auf möglichst bequeme Nutzung oder höchstmögliche Sicherheit hin optimiert sein.

Die Arbeitsgruppe "Biometrie" bietet die einzigartige Gelegenheit konstruktiver Abwägung unterschiedlicher Einschätzungen von Chancen und Risiken unterschiedlicher Anwendungen. Ziel von TeleTrusT ist die ganzheitliche Betrachtung unter Berücksichtigung aller Aspekte wie Sicherheit, Datenschutz, juristische Verwertbarkeit, Benutzerakzeptanz etc. Nur so gewinnt die Biometrie nachhaltiges Vertrauen. Biometrische Verfahren sind kein Marketing-Hype mehr, sondern zunehmend Realität im Alltag.

In den letzten Jahren etablierten sich biometrische Systeme durch zunehmende Personalisierung von Dienstleistungen und Geräten in zahlreichen weiteren Anwendungsfeldern.

Einige Beispiele:

  • In der Mitarbeiterverwaltung wurde die Zugangs- und Zutrittskontrolle ergänzt um die Raumüberwachung und Zeiterfassung.
  • Notebooks (einschliesslich der Tablet PCs), Speichermedien (wie USB-Sticks) und Eingabegeräte (wie Tastaturen und Mäuse) werden vielfach bereits durch die Überprüfung biometrischer Charakteristika geschützt.
  • Im Dokumentenmanagement gibt es in diversen Branchen erfolgreiche Anwendungen.
  • In Supermärkten und Biergärten kann nach einer biometrischen Verifikation gezahlt werden.

Hinzu kommen staatliche Anwendungen, z.B. in den Bereichen der Reisepass-Herstellung, Visa-Beantragung und Grenzkontrolle. Die Liste von Anwendungsbeispielen erweitert sich nahezu täglich. Über die in der Biometrie-Landkarte genannten Experten können nähere Informationen zu den aktiven Referenzen und den eingesetzten Verfahren erfragt werden. Zahlreiche Anbieter biometrischer Systeme weisen ein solides Wachstum auf. 2008 veröffentlichte beispielsweise Frost & Sullivan eine Studie, die für 2006 die Umsätze mit biometrischen Verfahren auf 117 Millionen USD beziffert. Für 2013 wird ein sprunghafter Anstieg auf 2,07 Mrd. USD erwartet. Man mag – je nach Position -die publizierten Summen als zu niedrig oder zu optimistisch ansehen. Fakt ist: Biometrie wird – nicht nur in Reisedokumenten – immer mehr in unseren Alltag einziehen. 

Biometrie und Elektronische Signaturen

Seit 2001 sind biometrische Verfahren als vollwertige Alternative zu wissensbasierten Verfahren für die Authentifizierung bei qualifizierten elektronischen Signaturen zugelassen (§ 15, Abs.1, SigV 2001). Der Gesetzgeber kam damit einer jahrelangen Forderung der AG "Biometrie" von TeleTrusT nach und begründet: "Die mögliche Autorisierung einer anderen Person (z.B. durch Weitergabe der sicheren Signaturerstellungseinheit und PIN) kann ausgeschlossen werden, indem die Signaturerstellungseinheit über die Nutzung biometrischer Merkmale ausschließlich an eine Person gebunden wird” (SigG-Begründung zu § 15 Absatz 1 Satz 4).