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Wednesday, 08-02-2012, 10:29 am

TeleTrusT-Information: Mitglieder, CeBIT, DIN, CEN, ETSI

Verbands- und Normungsnachrichten

1) TeleTrusT begrüßt als neue Verbandsmitglieder:

consecco IT security communications, Hamburg
consecco ist ein herstellerunabhängiges Beratungsunternehmen für Informationssicherheit, IT Service Management und Kommunikationslösungen. Auf dem Gebiet Informationssicherheit werden qualifizierte Beratung, Schulung und Auditierung angeboten, insbesondere für die Branchen Finanzdienstleistungen, IT Services und Industrie.

COMback Holding GmbH, Stuttgart
COMback bietet IT-Sicherheit für alle Unternehmensbereiche und ist in Bezug auf alle Geschäftsprozesse ISO 27001-zertifiziert. Im Hochsicherheitsrechenzentrum CITA bietet COMback Beratungs- und Rechenzentrumsdienstleistungen in den Bereichen Notfallvorsorge, Disaster Recovery und Hochsicherheitshousing für Verwaltungen, Finanz- und Medizinische Organisationen, Freiberufler und Industrieunternehmen.

2) TeleTrusT auf der CeBIT 2012

TeleTrusT präsentiert Qualitätszeichen "IT Security made in Germany"
Im Rahmen einer Pressekonferenz (07.03.2012, 10:00 – 12:00 Uhr, Saal 17) wird TeleTrusT das Qualitätszeichen "IT Security made in Germany" präsentieren. Das in Trägerschaft von TeleTrusT vergebene Zeichen kann für die überwiegend mittelständisch geprägte deutsche IT-Sicherheitswirtschaft als Werbe- und Vertriebsunterstützung wirken:

  1. Der Unternehmenshauptsitz muss in Deutschland sein.
  2. Das Unternehmen muss vertrauenswürdige IT-Sicherheitslösungen anbieten.
  3. Die angebotenen Produkte dürfen keine versteckten Zugänge für Dritte enthalten (keine "Backdoors").
  4. Die IT-Sicherheitsforschung und -entwicklung des Unternehmens muss in Deutschland stattfinden.
  5. Das Unternehmen muss sich verpflichten, den Anforderungen des deutschen Datenschutzrechtes zu genügen.

"IT Security made in Germany" bzw. "ITSMIG" wurde 2005 auf Initiative des Bundesministeriums des Innern (BMI), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie Vertretern der deutschen IT-Sicherheitswirtschaft etabliert und 2008 in einen eingetragenen Verein überführt. ITSMIG vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen, technischen und wissenschaftlichen Interessen der deutschen höherwertigen IT-Sicherheitswirtschaft - insbesondere der Krypto-, PKI-, Biometrie- und Kommunikations­sicherheitsindustrie - gegenüber Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit auf nationaler und internationaler Ebene. Nach intensiven Erörterungen sind TeleTrusT und ITSMIG 2011 übereingekommen, dass sich auf ihren Handlungsfeldern Synergien erschließen lassen. Zukünftig werden die ITSMIG-Aktivitäten unter dem Dach des TeleTrusT als eigenständige TeleTrusT-Arbeitsgruppe "ITSMIG" fortgeführt.

TeleTrusT und Deutsches Institut für Normung
Das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. präsentiert mit Unterstützung von TeleTrusT auf der CeBIT 2012 "IT-Sicherheit, Cyber Security und Normung - Initiativen des DIN" (Referent: Cord Wischhöfer, DIN-Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen).

Ausgehend von einer Darstellung des Vorteils von Normungsarbeiten für die Wirtschaft geht der Vortrag auf drei aktuelle Themengebiete in der IT-Sicherheits-Normung des DIN und der Internationalen Normungsorganisationen ISO und IEC ein:

  • Normung von IT-Sicherheitsverfahren in ISO/IEC JTC 1/SC 27 (z. B. Managementsysteme, Kryptografie, Datenschutz (Privacy));
  • Sicherstellung kompatibler IT-Sicherheitsstrukturen in übergreifenden Systemen (z. B. Smart Grid), Arbeiten der DIN-Koordinierungsstelle IT-Sicherheit;
  • Definition der vermittelnden Rolle, die IT-Sicherheitsnormung spielen kann, um gesetzgeberische Initiativen zu Cyber Security mit den Bedürfnissen der Wirtschaft auf diesem Gebiet zu koppeln, Arbeiten der CEN-CENELEC-ETSI Cyber Security Coordination Group.

3) Standardisierte Implementierung von elektronischen Signaturen in digitalen Bildern zum Nachweis von Integrität, Authentizität und Urheberschaft
Die Fälschungssicherheit von digitalen Bildern kann in vielen Lebensbereichen relevant sein. Im Rahmen eines DIN-Projektes soll ein Verfahren entwickelt werden, das es ermöglicht nachzuweisen, ob das Bild das Original aus einer Digitalkamera darstellt oder ob es nachträglich verändert wurde. Dazu soll bereits in der Kamera von dem Bild ein kryptografischer Hash erstellt werden, der elektronisch signiert in die Bilddatei eingefügt wird, um sicherzustellen, dass nachträglich keine Manipulationen an dem Hashwert vorgenommen wurde. Anforderungen an das Verfahren zur Erstellung, Speicherung und Überprüfung der kryptografischen Hashes und der elektronischen Signaturen sollen in eine nationale Norm und später in eine Internationale Norm überführt werden.

In Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Universitäten mit den Experten des DIN-Arbeitsausschusses NA 149-00-02 AA „Fotografische Geräte“ (NVBF 2) des Normenausschusses "Veranstaltungstechnik, Bild und Film" sollen die Arbeiten mit folgenden Zielen durchgeführt werden.

  • Abgleich mit bestehenden, industriellen Praktiken und Forschungsergebnissen auf dem Gebiet der Erzeugung von kryptografischen Hashs bzw. digitalen Signaturen.
  • Beschreibung von Verfahren zur Erstellung von kryptografischen Hashes
  • Beschreibung von Verfahren zur digitalen Signierung
  • Beschreibung von Verfahren zur Speicherung der kryptografischen Hashes bzw. digitalen Signaturen
  • Festlegen von Anforderungen an zu verwendende Software zur Überprüfung der Hashwerte bzw. digitalen Signaturen

4) BSI-Studie zu IT-Sicherheit in KMU
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Untersuchung zur IT-Sicherheit in kleinen und mittelgroßen Unternehmen durchgeführt. Ziel dieser Studie war es, den Ist-Zustand des IT-Sicherheits- und Krisenmanagements bei kleinen und mittleren Unternehmen zu ermitteln. An der Untersuchung waren Unternehmen aus den Branchen produzierendes Gewerbe, Handel und Dienstleistung beteiligt. Die Erhebung der Daten erfolgte in Form von persönlichen Interviews vor Ort, wobei Geschäftsleitung und IT-Leitung getrennt befragt wurden. Sowohl die Interviews als auch die Auswertungen wurden von IT-Sicherheitsexperten durchgeführt. Besonderes Merkmal der Veröffentlichung sind konkrete Handlungsempfehlungen für jedes der untersuchten Themengebiete und ein Stichwort- und Informationsverzeichnis im Anhang. Die Studie ist über TeleTrusT verfügbar. 

5) CEN CWA "Global eBusiness Interoperability Test Bed" veröffentlicht
Das Europäische Komiteee für Normung (CEN) hat das "CEN Workshop Agreement regarding "Global eBusiness Interoperability Test Bed – Phase 2" (CWA 16408:2012) veröffentlicht. Das CWA ist über TeleTrusT verfügbar.

6) ETSI Approves Open Smart Grid Protocol (OSGP) for Grid Technologies
ETSI has published two specifications for Smart Grid that will help drive the development and deployment of open, interoperable smart grid technologies internationally. 

The two OSGP specifications that originated with ESNA and were published by ETSI for global use are:

  • Group specification GS OSG 001: Open Smart Grid Protocol. Produced by the ETSI Open Smart Grid Industry Specification Group, this application layer protocol can be used with multiple communication media.
  • Technical specification TS 103 908: Powerline Telecommunications (PLT); BPSK Narrow Band Power Line Channel for Smart Metering Applications. This specification defines a high-performance narrow band powerline channel for control networking in the smart grid that can be used with multiple smart grid devices. It was produced by the ETSI Technical Committee for Powerline Telecommunications (TC PLT).