Mail Security

Positionspapier "Digitale Signatur als Schlüssel zu sicherer E-Mail-Kommunikation"

E-Mail bleibt das wichtigste Kommunikationsmedium im Geschäftsleben und ist gleichzeitig der am häufigsten missbrauchte Kommunikationsweg für Phishing, CEO-Fraud und Identitätsdiebstahl. Obwohl Standards wie S/MIME und OpenPGP seit Jahrzehnten etabliert sind, scheitert der flächendeckende Einsatz bisher an organisatorischen Hürden, komplexer Handhabung und fehlenden Netzwerkeffekten. Der TeleTrusT-Arbeitskreis "Mail Security" hat ein neues Positionspapier "Digitale Signatur als Schlüssel zu sicherer E-Mail-Kommunikation" veröffentlicht.

Kernforderung des TeleTrusT-Positionspapiers ist ein pragmatischer und stufenweiser Ansatz:

  1. Digitale Signatur als Regelfall: Ausgehende E-Mails sollten standardmäßig digital signiert werden. Das schafft sofort überprüfbare Authentizität sowie Integrität und schützt vor gefälschten Absendern - besonders wichtig in Zeiten massenhafter KI-generierter Phishing-Mails. Die öffentliche Verwaltung sollte dabei eine Vorbildfunktion übernehmen.
  2. Fundament für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Mit jeder signierten E-Mail wird der öffentliche Schlüssel des Absenders automatisch mitgesendet. Das baut schrittweise die Vertrauensinfrastruktur auf, die für eine spätere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung notwendig ist.
  3. Automatisierung für Anwender: Staat und Industrie müssen Hand in Hand arbeiten, um das Schlüsselmanagement und die Zertifikatsverwaltung für den Nutzer vollautomatisch und unsichtbar im Hintergrund ablaufen zu lassen. 

Leitfaden zu E-Mail-Verschlüsselung

Die TeleTrusT-Arbeitsgruppe "Cloud Security" hat eine umfangreiche Informationsbroschüre zu E-Mail-Verschlüsselung erstellt. Die Publikation einschließlich illustrierter Handlungsanleitungen richtet sich sowohl an IT-Experten als auch einschlägig IT-Interessierte.

Kommunikation über E-Mail mit Kunden und Geschäftspartnern gehört zum Tagesgeschäft der meisten Unternehmen und Organisationen. Viele Nutzer wissen allerdings nicht, dass die Versendung einer E-Mail dem Transport einer Postkarte durch Unbekannte entspricht. Nur 60% der E-Mails werden transportverschlüsselt übertragen. Der Anteil verschlüsselter E-Mails (PGP oder S/MIME) geht sogar gegen Null.

Ungeachtet dessen werden täglich viele vertrauliche Informationen – darunter auch unternehmenskritische Vorgänge und sensible Daten – über dieses "Postkartensystem" versendet. Die übermittelten Informationen sind nicht nur für Fremde lesbar, sondern können auch auf dem Transportweg manipuliert oder gar gelöscht werden.

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der gerade beim Austausch von rechtsrelevanten Dokumenten wie z.B. Rechnungen oder Lastschriftmandaten wichtig ist: Wie kann man sicher sein, mit wem man kommuniziert?

Die aktuelle TeleTrusT-Publikation erläutert E-Mail-Verschlüsselungs- und Signaturmechanismen und ermöglicht dem Leser, selbständig einzuschätzen, in welcher Situation welche Technik eingesetzt werden kann. In einem technischen Kompendium werden Anleitungen zur Einrichtungen der wichtigsten Mechanismen mitgegeben. Ergänzend wird Einblick in Zukunftstechnologien gegeben.