Pressemitteilung

TeleTrusT-Positionspapier: "Digitale Signatur als Schlüssel zu sicherer E-Mail-Kommunikation"

Berlin, 02.11.2026 - E-Mail bleibt das wichtigste Kommunikationsmedium im Geschäftsleben und ist gleichzeitig der am häufigsten missbrauchte Kommunikationsweg für Phishing, CEO-Fraud und Identitätsdiebstahl. Obwohl Standards wie S/MIME und OpenPGP seit Jahrzehnten etabliert sind, scheitert der flächendeckende Einsatz bisher an organisatorischen Hürden, komplexer Handhabung und fehlenden Netzwerkeffekten. Der TeleTrusT-Arbeitskreis "Mail Security" hat ein neues Positionspapier "Digitale Signatur als Schlüssel zu sicherer E-Mail-Kommunikation" veröffentlicht.

www.teletrust.de/publikationen/broschueren/mail-security/

Kernforderung des TeleTrusT-Positionspapiers ist ein pragmatischer und stufenweiser Ansatz:

  1. Digitale Signatur als Regelfall: Ausgehende E-Mails sollten standardmäßig digital signiert werden. Das schafft sofort überprüfbare Authentizität sowie Integrität und schützt vor gefälschten Absendern - besonders wichtig in Zeiten massenhafter KI-generierter Phishing-Mails. Die öffentliche Verwaltung sollte dabei eine Vorbildfunktion übernehmen.
  2. Fundament für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Mit jeder signierten E-Mail wird der öffentliche Schlüssel des Absenders automatisch mitgesendet. Das baut schrittweise die Vertrauensinfrastruktur auf, die für eine spätere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung notwendig ist.
  3. Automatisierung für Anwender: Staat und Industrie müssen Hand in Hand arbeiten, um das Schlüsselmanagement und die Zertifikatsverwaltung für den Nutzer vollautomatisch und unsichtbar im Hintergrund ablaufen zu lassen.

Oliver Dehning, der die Erarbeitung der Publikation koordinierte: "Die breite Nutzung digitaler Signaturen ist der wichtigste erste Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltig sicheren E-Mail-Kommunikation und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Cyber-Nation Deutschland."